BORDERNETwork
Internationale Projektleitung (BORDERNETwork):
SPI Research / SPI Forschung gGmbH Berlin
Förderung:
- Europäische Union,
- Bundesministerium für Gesundheit
Kurzbeschreibung:
Das Projekt BORDERNETwork umfasst die HIV- / AIDS- und STI- Prävention (sexually transmitted infections), Diagnostik und Therapie in grenznahen Regionen entlang der ehemaligen und neuen EU-Außengrenzen.
Projektstart:
2005
Grundlage:
Beschluss des Europäischen Parlaments über ein „Aktionsprogramm der Gemeinschaft im Bereich öffentliche Gesundheit (2003-2008)“
Anlass:
EU-Osterweiterung und die besorgniserregende Ausbreitung von HIV (insbesondere in den Grenzregionen)
Projektentwicklung: SPI
Modellregion I:
Mecklenburg-Vorpommern und Zachodnipomorskie (polnische Wojewodschaft)
Koordinator der Modellregion I:
Mobiles Aufklärungs-Team zu Sexualität und AIDS M-V
Förderung:
- Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales M-V,
- Marshallamt Szczecin
Ziele:
- Verbesserung der Standards und Strukturen in den Ländern – Angleichung auf europäischer Ebene
- Verzahnung von medizinischer Versorgung, Forschung, Bildung, Politik und Sozialarbeit in den Ländern selbst und grenzüberschreitend
Zielgruppen:
- Jugendliche
- Studenten
- Sozialarbeiter / Streetworker
- Lehrer
- Erzieher
- Mediziner
- Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes
- Prostituierte
Aufgaben:
- Vertiefung der Kenntnisse über HIV- / Aids- und STI-Risiken
- praxisorientierte Weiterentwicklung und Verstärkung von Maßnahmen in den Zielgruppen
- Ausbau und Festigung arbeitsfähiger regionaler und interdisziplinärer Netzwerke
- Aufbau arbeitsfähiger regionaler Aktivitäten auf Grundlage der „Grenzüberschreitenden Absichtserklärung über gemeinsame Gesundheitsziele zur Prävention, Diagnostik und Therapie von geschlechtlich übertragbaren Krankheiten“ in BORDERNETwork, Modellregion I, Dezember 2008
- Grenzüberschreitende und regionale interdisziplinäre Expertentreffen zur Qualitätssicherung in der HIV-Test-Beratung
- Implementierung von Kommunikationskursen in die universitäre Ausbildung von Medizinstudenten höherer Semester
- Durchführung von Kommunikationstrainings mit Medizinstudenten zur sexuellen Gesundheit
- Entwicklung und Umsetzung eines Weiterbildungsangebotes für Mitarbeiter der Gesundheitsämter zur Qualitätssicherung in der HIV-Test-Beratung
- Grenzüberschreitende und regionale interdisziplinäre Schulungen zur Sexualpädagogik in der HIV-Prävention
- Durchführung von Präventionsveranstaltungen mit Schülern zur Erprobung von Methoden (nationale Besonderheiten)
- Entwicklung einer pädagogischen Handreiche für und mit polnischen Kollegen auf Grundlage der Materialien des MAT
- „Peer-education“-Trainings im Zusammenhang mit dem europaweiten Projekt der medizinischen Fachschaften „Mit Sicherheit verliebt“ zur Unterstützung der Prävention vor Ort und der Netzwerkarbeit
- Organisation und Durchführung von „JugendFilmTagen zu Liebe, Sex, Verhütung und HIV“ im grenznahen Raum in Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
- Durchführung grenzüberschreitender Treffen von HIV-positiven Selbsthilfegruppen mit Vertretern der Landesarbeitsgemeinschaft der Aids-Hilfen M-V und Vertretern der NGOs Szczecin
Ausblick:
- Qualitätssicherung in der Präventionsarbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, Stärkung der Übernahme von Verantwortlichkeit für Qualitätssicherung und evidenzbasierter Evaluation von Programmen zur HIV- / STI- Prävention, zu sexueller und reproduktiver Gesundheit
- Schulungen, Fachtage und deren Evaluation
- Etablierung erprobter Standards und neuer Angebote über den Projektzeitraum hinaus
